Das Mandala-Malen
nach Dr. Ruediger Dahlke

 

 

Ich erkannte,
dass das Mandala im Zentrum ist,
es ist Ausdruck allen Lebens,
es ist der Weg der Individuation.

C.G.Jung

Das Mandala als Kunstwerk von unschätzbarem Wert

 

Ruediger Dahlke: „Als ich vor 20 Jahren anfing – inspiriert von C.G. Jungs Arbeit und angeregt von persönlicher Vorliebe, Mandala-Malen in die Psychotherapie einzuführen, war ich mir gar nicht sicher, ob sich derlei „Kindliches“ würde durchsetzen können. Leider ist uns der Gedanke ziemlich ungewohnt, dass Therapie auch spielerisch leicht sein und sogar richtiggehend Spaß machen kann. Als Arzt aber hänge ich weiterhin auch an der heilenden Qualität der Mandalas und an dem Gedanken der Therapieunterstützung. Lebensfreude und Spaß sind vielleicht die am meisten unterschätzten Themen im Bereich moderner Therapieformen. Lebensfreude ist etwas so Natürliches, dass sie aus dem Lebensmuster wie von selbst fließt. Wir müssen uns nur darauf einlassen. Allerdings haben Künstler meist gerade das größte Problem, sich in vorgegebene Strukturen einzufügen und stellen Kreativität über alles. So wichtig das ist, kann das freie Malen, dem Mandala-Malen doch in seinen heilsamen Auswirkungen im Hinblick auf die meisten Betroffenen das Wasser nicht reichen. Aber nicht nur für Patienten, Kindergartenkinder und Schüler scheint das Mandala noch zentrale Bereiche anzusprechen...“ (Heinrich Hugendubel Verlag Arbeitsbuch) 

          

Ruediger Dahlkes Mandala-Auswahl inspiriert auch durch seine erhellenden Erklärungen. Dadurch wird das Energiefeld verstärkt und verbindet sich mit der persönlichen Befindlichkeit, wodurch die Farbauswahl bestimmt wird.

 

Für uns ist es eine Malerfahrung, die uns unser geistiges und emotionales Leben näher bringt, den Rahmen in dem wir uns bewegen erweitert. Es beginnt ein inniger Prozess der Selbsterkundung. Die Behutsamkeit der Zwiesprache mit dem Geheimnis des Mandalas realisiert sich durch die Berührung mit dem Pinsel. Die Maltechnik verfeinert sich auf eine Weise, welche die Hand zärtlicher, sensibler und wacher macht. Es entsteht eine virtuose Darbietung perfekt aufeinander abgestimmter manueller Fertigkeiten.

 

Das stumme kunstfertige Spiel unserer Hände ruft eine starke emotionale Beteiligung hervor. Die Nerven entspringen dem Rückenmark, sie kontrollieren die Muskeln und Sehnen, die ihrerseits die Handbewegung verursachen, wobei sich bestimmte Regionen des Gehirns höchst unterschiedlich auf die Handfunktionen auswirken. Wenn wir also jetzt malen, ist es wie beim Musizieren nicht mit Sicherheit möglich anzugeben, wo die Hand selbst – oder ihre Kontrolle und ihr Einfluss im Körper beginnt und endet. Während des Malens verbinden sich sensomotorische und kognitive Funktionen der Hand mit der Bereitschaft, sich auf berührende Weise vom Mandala emotionalisieren zu lassen.

 

Wir bieten Raum und Zeit, Farben und Pinsel bester Qualität und die schönsten Mandalas zur Auswahl aus der „Schatzkiste“ des Vaters der Mandala-Therapie Dr. Reudiger Dahlke, dessen Empfehlung eine ermutigende Vorrausetzung ist: „Die beste Grundhaltung beim Malen ist eine kontemplative, nicht an Leistung oder Effizienz orientierte. Von daher ist genügend Zeit Vorraussetzung für ein tiefes Erlebnis.“

 

Mit dem Malen der großen Mandalas wird der ganze Arm in Bewegung gebracht und mit den funktionellen Fähigkeiten der Hand verbunden, die in der Pinselspitze münden, um sich von der Energie der zu Form gewordenen Weisheit des Mandalas führen zu lassen. Indem wir uns still darauf einlassen, wird es zu einem Geschichtenerzähler von magischer Ausstrahlung über uns selbst in Verbindung zu allem was ist. Eine Art Selbstcoaching entwickelt sich, wo das Denken zum Handeln wird und das Handeln zum Denken. Die Gefühlswelt wird neu entdeckt. Durch den wundersamen Prozess des Malens in dieser Form entstehen Bewegungen von Anmut und Ausdruckskraft. Wir werden ein Teil von dem Mandala und es wird ein Teil von uns. Wir bewundern also nicht mehr nur das Kunstwerk hoch oben in den Kirchenfenstern, sondern nehmen es dankbar Pinselstrich für Pinselstrich in uns auf.

 

Alles gehört zusammen, denn wir treten im Malort in eine neue ART der Kommunikation, die in der Abgeschiedenheit der eigenen vier Wände nicht möglich ist. Kinder und Erwachsene können auch gemeinsam den Malort erkunden, wir laden alle herzlich dazu ein.

 

„Der Mensch mag überall nehmen, was zu seiner geistigen Verfassung gehört, und nichts anderes kann er nehmen, wären auch alle Türen offen... Wir sind in Schönheit eingetaucht, doch haben wir keinen klaren Blick. Der schlummernde Geschmack bedarf der Hilfe und Führung... Historisch gesehen ist die Aufgabe der Kunst, die Wahrnehmung der Schönheit zu schulen... Die Kraft hängt ab von der Tiefe der Einsicht des Künstlers in den Gegenstand, den er betrachtet. Mögen wir die ganze Welt durchstreifen, um das Schöne zu finden, wir werden es niemals finden, wenn es nicht in uns ist. Nichts setzt die Menschen so sehr in Erstaunen wie ein gesunder Menschenverstand und offene Umgangsformen.“ Emerson

 

Alles gehört zusammen, denn wir treten im Malort in eine neue ART der Kommunikation, die in der Abgeschiedenheit der eigenen vier Wände nicht möglich ist. Kinder und Erwachsene können auch gemeinsam den Malort erkunden, wir laden alle herzlich dazu ein.

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